Im Rahmen des Modellprojektes „Encuentro“ fanden vielfältige abendliche Bildungsveranstaltungen sowie Seminare und Workshops statt, welche sich thematisch vor allem mit den Themen Antirassismus, Migration und Asylpolitik, Interkultur sowie gesellschaftliche Demokratieentwicklung beschäftigten.

Veranstaltungen zum Themenbereich Migration und Asylpolitik

Weltweit befinden sich ca. 43 Mio. Menschen auf der Flucht oder in fluchtähnlichen Zuständen. Ein vermeintlich sicherer Anlaufpunkt ist nicht selten Europa. Doch die EU schottet ihre Außengrenzen massiv ab, mit Programmen wie „Frontex“ werden die Außengrenzen militärisch verteidigt. Außenlager in Staaten außerhalb Europas hindern viele Menschen an der Weiterflucht. Viele Menschen kommen bei den Versuchen, nach Europa zu gelangen ums Leben, täglich ertrinken Menschen im Mittelmeer. Flüchtlinge, die es dennoch nach Europa schaffen, erwarten ein unfaires und kompliziertes Asylverfahren sowie inhumane Lebensbedingungen in Flüchtlingslagern und Sammelunterkünften. Letztlich wird nur ein Bruchteil der Asylanträge angenommen, die Mehrzahl der Flüchtlinge wird wieder abgeschoben. Der Vortrag „Frontex statt Freiheit? - Europäische Flüchtlingspolitik – Darstellung, Kritik & Diskussion“ mit Andreas Müller (Bremen International Graduate School of Social Sciences) am 12.12.2011 versuchte, die zentralen Themen dieser Problematik aufzugreifen und ein transparentes Bild der Situation europäischer Flüchtlinge sowie der zu Grunde liegenden europäischen Politikausrichtung zu zeichnen.

Andere Veranstaltungen beschäftigten sich mit Politik und Lebensbedingungen in Deutschland. Bspw. veranschaulichte der Vortrag eines Vertreters des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt am 13.07.2011 unter dem Titel „Mensch.Asyl.Politik. Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland“ den Weg, den viele Flüchtlinge zwangsläufig nehmen müssen und thematisiert die zentralen Fragen. Wie kommen Menschen in eine Gemeinschaftsunterkunft? Welche Lebensbedingungen finden sie dort vor und welche Unterbringungskonzepte gibt es? Wie läuft ein Asylverfahren ab und nach welchen Kriterien entscheidet die Politik? Welche Auswirkungen haben die rechtlichen Grundbedingungen auf die konkrete Lebenssituation? In der anschließenden Diskussionsrunde wurden Möglichkeiten für zivilgesellschaftliche Handlungsstrategien gemeinsam erörtert.
Im Rahmen der Veranstaltung am 26.09.2013 zur Lebenssituation von Menschen mit Duldungsstatus in der BRD zeigten wir die Dokumentation „Abschiebung im Morgengrauen“ von Michael Richter (2005). Der Vortrag führte in wichtige Aspekte der bundesdeutschen Asylpolitik und die weitreichenden Konsequenzen für die Lebenspraxis der davon betroffenen geflüchteten Personen ein.

Wenn möglich, verbanden wir die Bildungsveranstaltungen mit thematisch passenden Ausstellungen. So zeigten wir bspw. eine Ausstellung der Leipziger Fotografin Karin Wieckhorst mit Porträts von Asylsuchenden, mit der sie die Öffentlichkeit nach den rassistischen Anschlägen in Hoyerswerda sensibilisieren wollte.
Die 2013 gezeigte Fotodokumentation „Eingeschlossen:Ausgeschlossen – Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl“ zeigt Menschen in Dresden und Umgebung, die in Asylsuchendenheimen leben müssen und stellt dabei folgende Frage: Wie gestalten Menschen ihr Leben, die aus ihrem Land fliehen mussten und erwarteten, in Deutschland als Mensch behandelt zu werden, die schließlich jedoch unter oftmals demütigenden Bedingungen und ausgegrenzt leben müssen?

Veranstaltungen zum Themenbereich Rassismus

Rassismus wirkt als gesellschaftliches Herrschaftsverhältnis auf vielerlei Ebenen. Rassismus ist kein individuelles Vorurteil oder die Einstellung einzelner Rechter. Rassismus ist ein grundlegendes Ordnungsprinzip moderner Gesellschaften, eine Struktur, die alle Bereiche durchzieht (Politik, Wirtschaft, Bildung, Sprache, Medien, Recht etc.) und ungleiche Machtverhältnisse bzw. ungleiche gesellschaftliche Partizipations- und Teilhabemöglichkeiten sowohl produziert als auch legitimiert.
Die meisten Menschen lehnen Rassismus ab und wünschen sich nicht, in einer rassistischen Gesellschaft zu leben. Dennoch existiert Rassismus und verletzt. Seine alltägliche Präsenz bleibt dabei zu oft nicht erkannt und Verletzungen, die Menschen durch ihn tragen, nicht anerkannt. Warum ist es so? Und wie können wir das Phänomen Rassismus und seine Wirkungsweisen besser verstehen? Dem Verständnis von Rassismus als machtvolle und alltägliche Unterscheidungspraxis, die alle Menschen, wenn auch in unterschiedliche Weise, betrifft, näherte sich der Vortrag von Anna Nikolenko am 18.06.2013 an. Ziel war es, gemeinsam zu reflektieren, wie Rassismus auf Menschen einwirkt, ihre Selbst- und Weltverständnisse prägt.
Mit dem Ziel, einen genaueren Blick auf alltagsrassistische Situationen zu werfen, lasen Sithara Weeratunga und Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. am 23.03.2012 Texte und Textfragmente von Migrant_innen und Schwarzen Deutschen. Damit sollte denjenigen das Wort gegeben werden, deren Erfahrungen und Argumente in Diskussionen um Rassismus zu selten wahrgenommen werden. In diesem Zusammenhang fand im Juni 2013 zudem ein Workshop zum Thema racial profiling statt.

Zur Vertiefung bzw. auf einer eher erfahrungsbasierten Ebene organisierten wir zudem einen Blue Eyed-Workshop sowie einen zweitägigen Workshop zur Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus vom 10-11.07.2013.
Das Trainingskonzept des  „Brown Eyed – Blue Eyed“ -Worshops zur Sensibilisierung gegenüber Rassismus und Diskriminierung wurde von Jane Elliott entwickelt und 1968 erstmals angewandt. In diesem eintägigen Workshop wurden die Teilnehmer_innen nach einem willkürlichen körperlichen Merkmal in zwei Gruppen aufgeteilt – in Braunäugige und Blauäugige. Die Braunäugigen werden für besser und intelligenter erklärt und mit Privilegien ausgestattet, die den Blauäugigen vorenthalten werden, indem sie als schlecht, minderwertig und dümmer abqualifiziert werden. Der Workshop gab Einblicke in die vielfältigen Formen der subtilen Rassismen und notwendige Veränderungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. An den Workshop schlossen sich intensive Auswertungsrunden und Diskussionen an.

Die Wichtigkeit, Rassismus als Aggressor und grundlegenden Verhinderer von Demokratie und realer Gleichberechtigung aufzulösen, wird mit fortschreitender Zeit immer größer. Gleichzeitig herrscht leider diesbezüglich noch eine große Tabuisierung des gesamten postkolonialen Themenfeldes in der Öffentlichkeit vor. Die UN rügte im August 2008 und befand: „Deutschlands Engagement im Kampf gegen Rassismus ist unzureichend“. Die Lesung „Kara Günlük - Die geheimen Tagebücher des Sesperado“ von und mit Mutlu Ergün setzte dort an, wo die positiven Auswirkungen möglichst groß sind: das Programm ist für alle Biografien, Sozialisierungen und Altersstufen gleichermaßen geeignet. Mutlu Ergün präsentierte im Rahmen der interkulturellen Woche 2012 einen Knigge der verbalen antirassistischen Kriegsführung und führte die Leser_innen ein in das, was der Sesperado »kritische Weißseins-Studien« nennt.

Der interaktive Vortrag  der AG Postkolonial aus Leipzig am 25.09.2012 „Die Welt schwarz/weiß? - Koloniale Spuren in unserem Alltag“ verdeutlichte aus einer anderen Perspektive die Folgen der deutschen Kolonialzeit. Im Rahmen dieser Veranstaltung begaben wir uns auf die Suche nach kolonialen Spuren in unserem Alltag und unserem Denken. Wie blicken wir heute auf Afrika? Welche alten Vorurteile und Rassismen prägen unsere Werte und Deutungen? Mit Hilfe von geschichtlichen und theoretischen Inputs sowie kleinen Übungen konnte so gemeinsam ein Stück unseres kolonialen Erbes frei gelegt werden.

Wir verstehen antimuslimischen Rassismus als eine Form des Rassismus, der nicht erst seit Sarrazin in bundesdeutschen und europäischen Zusammenhängen Konjunktur zu haben scheint und sich auf vielfältigen gesellschaftlichen Ebenen äußert.
Da Sarrazin 2011 auch Döbeln bereiste, wollten wir dies zum Anlass nehmen, interessierten und offenen Menschen Angebote für eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Thesen zu ermöglichen. Damit wollten wir uns einerseits klar positionieren – gegen den rassistischen Grundcharakter seines Buches, gegen Unterwerfungs- und Unterdrückungstechniken, gegen seine auf den Menschen bezogene Verwertungslogik. Gleichzeitig sollten die Diskussionen sachlich, empirisch basiert, kritisch und auch kontrovers sein – und damit einen positiven Gegenpol zu Sarrazins Lesung bilden. Begreifen wir im Sinne starrer und normativer Vorstellungen von ‘Wir’ und ‘Sie’ Vielfalt als lästiges importiertes Problem, oder schlicht als zu gestaltende gesellschaftliche Ausgangslage? Welche Möglichkeiten kann uns diese Perspektive ermöglichen? Welchen Orientierungspunkt wählen wir – eine nebulöse ‘deutsche Leitkultur’ oder Teilhabe und Mitbestimmung als Basis für eine pluralistische und offene Gesellschaft?
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus und Sarrazins Thesen im Speziellen organisierten wir 2011 in Kooperation mit der Linksjugend Sachsen ein Argumentationstraining gegen rassistische Parolen, welches sich mit den Kernaussagen aus Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ beschäftigte sowie eine satirische Alternativlesung und Diskussionsveranstaltung zur Lesung von T. Sarrazin mit Sebastian Vogel, dem Vorsitzenden des Ausländerrates Dresden e.V. Außerdem fand im Rahmen des Projektes Encuentro am 15.02.2013 ein vertiefender Argumentationstraining gegen antimuslimischen Rassismus in Kooperation mit dem Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus aus Leipzig statt.

Rassismus als gesellschaftliches Machtsystem schränkt auf individueller Ebene Handlungsmöglichkeiten und Verwirklichungschancen ein und bewirkt bei den negativ von Rassismus Betroffenen oftmals Gefühle der Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht. Im Rahmen des Modellprojektes organisierten wir im Juli 2013 einen zweitägigen Empowerment-Workshop für Menschen, die in Deutschland rassistische Erfahrungen in verschiedener Form, Intensität und Ausprägung machen müssen: Menschen, die in Deutschland bspw. aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Namens oder ihrer Sprache stigmatisiert und von alltäglichem und institutionellem Rassismus negativ betroffen sind.
Grundsätzliches Anliegen war es, Fragen nach Umgang und Bewältigungsformen von Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen sowie nach gesellschaftlichen Praxen, die nicht in der rassistischen Logik verbleiben und zur Anerkennung der Vielfalt beitragen, zu bearbeiten. Durch vielfältige Fragestellungen und Methoden sowie mit Unterstützung verschiedener Medien (Theater, Film, Musik) konnten Perspektivenwechsel gewagt und gemeinsam Wege zur Ausweitung der individuellen Handlungsspielräume, zur Stärkung der eigenen und Gruppen-Ressourcen und (Macht)Potenziale sowie praktische Strategien gegen Diskriminierung erarbeitet werden.

Veranstaltungen zum Themenbereich „Interkultur“ und „Integration“

Die Veranstaltungen in diesem Themenfeld setzten sich vor allem kritisch mit Debatten um „Integration“ auseinander, auf welche das 2010 erschienene Buch „Deutschland schafft sich ab“ von T. Sarrazin aus unserer Sicht einigen Einfluss hatte. Mit rassistischen und sozialdarwinistischen Argumentationsmustern nimmt er insbesondere in Deutschland lebende Muslime in kollektive Verantwortung für gesellschaftliche Problemlagen und verstärkt damit antimuslimische Ressentiments. Durch Populismen einer „funktions- und arbeitslosen Unterklasse“ und „Kopftuchmädchen produzierenden Parallelgesellschaften“ wurde ein Führungsanspruch der vermeintlich gebildeten Eliten als legitim begründet. Sarrazin inszenierte damit ein zukünftiges Bedrohungsszenerio der deutschen „Werterepublik“.
Was macht uns zu denen, die wir sind und welche Rollen spielen dabei Herkunft und „Kultur“? Teile der Unionsparteien träumen von einem christlich-abendländischen Deutschland, Seehofer wollte Migrant_innen in Zukunft nach „Kulturkreisen“ unterscheiden und „Türken und Araber“ abweisen. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte: „Wer auf Dauer alle Integrationsangebote ablehnt, der kann ebenso wenig in Deutschland bleiben wie vom Ausland bezahlte Hassprediger in Moscheen.“
Spätestens seit den rassistischen Thesen Sarrazins scheinen die Debatten um „Integration“ neu entfacht zu sein – doch was ist damit überhaupt gemeint? Wer soll worein integriert werden? ...und warum überhaupt? Inwiefern werden die Debatten um Leitkultur und Anpassungsforderungen der facettenreichen gesellschaftlichen Realität gerecht? Zu diesen Fragestellungen organisierten wir im September 2011 eine Podiumsdiskussion mit Vertreter_innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Forschung / Wissenschaft.
Zudem konnten wir Rex Osa, Mitglied von The Voice – Refugee Forum, für einen Beitrag im Rahmen der Aktionswoche zur kritischen Auseinandersetzungen mit der IMK im nahe gelegenen Dresden gewinnen.

Veranstaltungen zum Themenbereich gesellschaftliche Demokratieentwicklung

Die Art und Weise, wie mit Konflikten umgegangen wird, entscheidet über den demokratischen Charakter einer Gesellschaft. Wird die Freiheit der einzelnen Menschen dabei durch Kompromisse, Mehrheitsentscheidungen eingeschränkt und durch Gewalt verletzt, oder werden Lösungen gesucht, die sich am Prinzip der größtmöglichen Freiheit für alle orientieren?

Das Programm Betzavta (dt.: Miteinander) wurde 1988 am Jerusalemer Adam Institute for Democracy and Peace von Uki Maroshek-Klarman mit dem Ziel entwickelt, die Erziehung zur Demokratie in Israel zu fördern. Betzavta möchte demokratische Wege der Entscheidungsfindung mit ihren Chancen und Schwierigkeiten erlebbar machen. Die Besonderheit des Ansatzes besteht in der Grundannahme, dass Konflikte besonders kreativ bearbeitet werden können, wenn die beteiligten Personen anerkennen, dass das Recht auf freie Entfaltung für alle Menschen gleichermaßen gilt. Das Konzept wurde 1995 vom Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) an der Universität München mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung für die Anwendung in Deutschland adaptiert. (Vgl. www.betzavta.de)

Mittels der praktischen Übungen im Rahmen von Betzavta-Workshops, welche während der Projektlaufzeit stattfanden, erhielten die Teilenehmer_innen vielfältige Anregungen zur demokratischen Lösung von Konflikten im Alltag. Die Basis bildet ein Demokratiebegriff, welcher weit über die einfache Mehrheitsentscheidung hinausgeht. Die Teilnehmer_innen hatten so die Möglichkeit, ihr eigenes Konfliktverhalten näher zu beleuchten und Wege der demokratischen Entscheidungsfindung praxisnah anzuwenden.

Speziell für Jugendliche und Schüler_innen fand im Februar 2012 zudem ein Planspiel zu Diskriminierung, Gesellschaft und individuellen Einflussmöglichkeiten in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. statt. Im Rahmen des Planspiels nahmen die Teilnehmenden verschiedene institutionelle Rollen einer fiktiven Gesellschaft ein. Anschließend wurden die Erlebnisse und der Verlauf in der Gruppe besprochen und ausgewertet, wobei folgende Fragen im Fokus standen: Wer hatte welche Möglichkeiten zur Einflussnahme im Planspiel und wie sieht das in unserer Gesellschaft aus? Wie wirken sich unterschiedliche Vorteile und Einschränkungen auf das Leben von Einzelnen und Gruppen aus? Und wie könnte es gehen, dass Menschen nicht diskriminiert werden?

Im Dezember 2012 sowie im September 2013 organisierten wir zudem Seminare, die sich mit dem Forumtheater bzw. mit interaktivem Theater als Diskussionsmethode beschäftigten. Ziel der Workshops war eine praktische Einführung in die Grundlagen des Theaters der Unterdrückten (TdU), eine Methodensammlung, die aus der notwendigen Suche nach neuen und kollektiven Kreations- und Diskussionsprozessen in Zeiten der brasilianischen Diktatur entstand und wesentlich von Augusto Boal entwickelt wurde.
Das TdU unterscheidet sich von der klassischen Form des Theaters dadurch, dass es nicht alleinig um ein ästhetisches Produkt geht, sondern darum, das Theater als Werkzeug zu begreifen, das uns hilfreich dabei sein kann, gemeinsam einen sicheren Lern- und Experimentierraum für die Themen unseres Lebens und unserer Gesellschaft zu schaffen. Das Kennenlernen der Spiele und Übungen erfolgt durch aktive Selbsterfahrung, sodass die Teilnehmer_innen – je nach eigenem Interesse – entdecken können, in welchen Bereich und in welcher Form sie die Methoden anwenden können. Ausgangspunkt des Theaters sind unsere eigenen Erfahrungen, die Protagonist_innen sind wir.

Ergebnisse

Die einzelnen Veranstaltungen, welche im Rahmen des Projektes „Encuentro – Stark in Gesellschaft“ stattfanden, wurden durchgehend gut besucht. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene wurden als Zielgruppe erreicht. Vereinzelt wurden die Veranstaltungen auch durch ältere Menschen und Studierende besucht.

Dem gesetzten Ziel, die Themen Migration, Asylpolitik, Antirassismus stärker zu thematisieren, konnten wir uns erfolgreich nähern. Gleichzeitig bedarf es für einen nachhaltigen Sensibilisierungs- und Bewusstseinsprozess aber einer längerfristigen und kontinuierlichen Arbeit, die über ein dreijähriges Projekt hinausgeht.

In der praktischen Umsetzung des Modulsdistanzierten wir uns von dem im Antragskonzept stellenweise abgebildeten tendenziell kulturalistischen Fokus auf herkunftskulturelle Prägungen („Verständnis für kulturelle Unterschiede“, „eigene Kultur und damit verbundene Identität“) und organisierten Veranstaltungen, die eine gesellschafts-, macht- und in diesem Kontext rassismuskritische Perspektive abbildeten.

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