Ankündigungstext

„Frontex statt Freiheit?“ - Europäische Flüchtlingspolitik – Darstellung, Kritik & Diskussion

Ein Vortrag von & mit Andreas Müller (Bremen International Graduate School of Social Sciences)

Der 10.Dezember, der internationalen Tag der Menschenrechte, ist jährlich Anlass um besonders auf die weltweite Menschenrechtslage aufmerksam zu machen und massive Verstöße zu thematisieren.
Ein zentraler Brennpunkt ist die Situation von Flüchtlingen weltweit, wo sich 43 Mio. Menschen auf der Flucht oder in fluchtähnlichen Zuständen befinden. Ein vermeintlich sicherer Anlaufpunkt ist nicht selten Europa.  Nicht erst seit den Unruhen und Aufständen in Afrika versuchen viele Menschen hier eine sichere Existenz zu finden. Doch die EU schottet ihre Außengrenzen unter Missachtung der Genfer Flüchtlingskonvention massiv ab. Mit Programmen wie „Frontex“ werden die Außengrenzen militärisch verteidigt. Außenlager in Staaten außerhalb Europas hindern viele Menschen an der Weiterflucht. Viele Menschen kommen bei den Versuchen nach Europa zu gelangen ums Leben, täglich ertrinken Menschen im Mittelmeer. Flüchtlinge, die es dennoch nach Europa schaffen, erwarten ein unfaires und kompliziertes Asylverfahren (nach Dublin 2 Abkommen) sowie inhumane Lebensbedingungen in Flüchtlingslagern und Sammelunterkünften. Die rechtliche Unsicherheit macht sie zu Menschen zweiter Klasse in den Aufnahmeländern. Letztlich wird nur ein Bruchteil der Asylanträge angenommen, die Mehrzahl der Flüchtlinge wird wieder abgeschoben.

Der Infoabend versucht die zentralen Themen dieser Problematik aufzugreifen und ein transparentes Bild der Situation europäischer Flüchtlinge sowie der zu Grunde liegenden europäischen Politikausrichtung zu zeichnen. Im Anschluss wird es einen offene Diskussionsrunde geben, der u. a. Möglichkeiten praktischer Hilfestellungen für Flüchtlinge erörtert werden sollen.

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„Frontex instead of freedom?“ – European  Refugee Policies and the situation at the external borders
Lecture with Andreas Müller (Bremen International Graduate School of Social Sciences)

The International Human Rights Day, December 10th, is an annual occasion to point out the situation of human rights – as well as human rights abuse. Over the last years EU states have been gradually increasing cooperation and attempting to establish common policy and law on areas related to immigration and asylum. Successive agreements, programs like FRONTEX, treaties and 'action plans' have led to the creation of Fortress Europe, causing thousands of deaths of refugees and asylum seekers as well as criminalizing and marginalizing immigrants within the EU. Nowadays, Security Policy is more important than the Human Rights? Is the protection of borders more important than those of people?

Andreas Müller will report on structure, conception and actual developments of agencies like FRONTEX or the more recent European Asylum Support Office. Furthermore, within the scope of this lecture we would like to point out questions concerning the political responsibility for the situation at the external borders of the European Union.

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